Gadewitzer Leindotteröl

Leindotter ist eine sehr alte europäische Kulturpflanze und diente schon bei den Kelten als Ölpflanze. Aufgrund der niedrigen Ernteerträge wurde der Anbau von Leindotter in Deutschland und Europa zugunsten der ertragsstärkeren Ölsaaten wie Öllein, Sonnenblumen und Raps stark eingeschränkt und ist fast zum Erliegen gekommen.

Im Erzgebirge hat sich ein experimentierfreudiger Landwirtschaftsbetrieb nun wieder mit dem Anbau von Leindotter beschäftigt. Von dort beziehen wir die Leindottersaat.    Leindotter ist nicht mit Öllein verwandt. Die Pflanze hat kleine leuchtend gelbe Blüten, Öllein hingegen blüht je nach Sorte blau, weiß oder violett. Obwohl es sich um völlig unterschiedliche Pflanzen handelt ist den beiden Ölen der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren gemein. Leindotteröl ist allerdings weitaus länger haltbar als das Leinöl und wird nicht so schnell bitter und ranzig. Dies beruht auf einem hohen Vitamin-E-Gehalt. Vitamin E wirkt als natürliches Konservierungsmittel.
Leindotteröl mit einem hohen Nährwert

Leindotteröl verfügt über einen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren von etwa 35%, wobei das aus ihr gewonnene Öl ausschließlich kalt gepresst angeboten wird, da nur bei dieser Form der Pressung neben der gelben Farbe auch der hohe Nährwert der Pflanze erhalten bleibt. Der Geschmack des Öls erinnert an Erbsen

Hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren

Die Fettsäuren des Leindotter-Öls bestehen zu einem hohen Anteil aus Omega-3 Fettsäuren bei einem relativ geringen Gehalt an Omega-6 Fettsäuren. Die Omega-3 Fettsäuren sind für den Körper äußerst wichtig, da sie sowohl für den Aufbau der Zellmembranen, als auch für die Funktion der Gehirnzellen benötigt werden.

Die mehrfach ungesättigten Alpha-Linolensäuren im Leindotteröl können zudem Entzündungsprozessen im Körper entgegenwirken.

Omega 3 und Omega 6 im optimalen Verhältnis

Verwendung von Pflanzenölen mit einem überdurchschnittlich hohen Gehalt an Omega-3 Fettsäuren äußerst wichtig.

Das Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren, welche die meisten Menschen mit ihrer Für Menschen, die sich vegetarisch ernähren und auch keinen Fisch verzehren, ist die Nahrung in einem zu hohen Maße aufnehmen , ist beim Leindotteröl optimal.

Der Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren ist beim Leindotteröl geringer als bei einigen anderen Ölen, wie beispielsweise Raps- oder Olivenöl. Da sich diese Fettsäure günstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt, wird eine abwechselnde Verwendung von Leindotteröl mit Raps- oder Olivenöl empfohlen.

Ein köstliches ÖL für die kalte Küche

Es ist allgemein bekannt, dass alle Öle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sehr leicht ranzig im Geschmack werden können. Leindotteröl enthält jedoch gleichzeitig einen sehr hohen Anteil an Vitamin E und ist dadurch überdurchschnittlich gut vor einer raschen Geschmacksveränderung geschützt.

Dennoch sollte eine einmal angebrochene Flasche möglichst innerhalb eines Zeitraumes von sieben Wochen aufgebraucht werden; durch die konsequente Aufbewahrung im Kühlschrank lässt sich dieser Zeitraum etwas verlängern.